Die Merkur Versicherung – eine der größten österreichischen Versicherungen

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Die Merkur Versicherung, die heute unter dem Namen Merkur Versicherung AG firmiert, erhielt ihren Namen nach Ende des Zweiten Weltkriegs und gilt heute als eine der größten Versicherungen auf dem österreichischen Markt. Schwerpunkte sind die Absicherung im Krankheitsfall – zum Geschäftsmodell gehören aber auch Sachversicherungen sowie Lebens- und Unfallversicherungen. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge hat die Merkur Versicherung nach wie vor ihren größten Kundenstamm, nämlich rund 340.000 Versicherte. Danach folgen die Unfallversicherung mit rund 227.000 Versicherungsnehmern und schließlich die Lebensversicherungen mit knapp 80.000 Versicherten. In Österreich sind bei der Versicherungsgesellschaft rund 700 Angestellte beschäftigt, und das Unternehmen unterhält insgesamt 46 Geschäftsstellen, die in acht Landesdirektionen gebündelt sind. An Prämieneinnahmen kann die Versicherung über 280 Millionen Euro für sich verbuchen.

Seinen Sitz hat die Versicherung nach wie vor im österreichischen Graz, wo Ende des 18. Jahrhunderts auch das „Institut zur Unterstützung armer, kranker, dienstloser, Alters- und Gebrechlichkeiten wegen zum Dienen unfähig gewordener Handlungsdiener in Grätz“ gegründet wurde, dem Vorläufer der heutigen Versicherungsgesellschaft. Schon damals lag der Schwerpunkt des Vereins auf der gesundheitlichen Vorsorge seiner Mitglieder. Bald schon wurden weitere Berufsgruppen in den Verein aufgenommen, was sich in mehreren Umbenennungen niederschlug. So wurde der Verein 1848 zum „Handelsdiener-Versorgungs-Verein in Graz“, und knappe 20 Jahre später lautete der Name „Kaufmännischer Versorgungsverein“. 1928 schließlich eröffnete der Verein ein erstes Krankenhaus in Graz. Ihren endgültigen Namen erhielt die Versicherung erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Anfang der 90er Jahre begann die Versicherungsgruppe auch im Ausland aktiv zu werden. Der Hauptsitz verblieb zwar in Graz, doch es wurden eine Reihe von Tochtergesellschaften gegründet. Schwerpunkt der Ausweitung war der südeuropäische Raum. Tochtergesellschaften entstanden so unter anderem in Italien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Slowenien.

Foto © PeJo – Fotolia.com

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